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Markt Schopfloch  |  E-Mail: poststelle@markt-schopfloch.de  |  Online: http://www.markt-schopfloch.de

 

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Markt Schopfloch

Friedrich-Ebert-Str. 15
91626 Schopfloch
Tel.: 09857 9795-0
Fax: 09857 9795-22
E-Mail: poststelle@schopfloch-mittelfranken.de


Letzte Änderung:
16.07.2018
Homepage der Firma PiWi und Partner

Bekanntgabe einer Angebotsaufforderung

Feuchtwangen, 04.07.2018

 

Projekt: Jüdischer Friedhof Schopfloch,

Inventarisierung der Grabsteine und Datenbank

Angebot für die Epigrafik

 

 

 

Der Verein BET OLAM e.V. beabsichtigt, im Rahmen eines mit EU-Mitteln geförderten LEADER-Projekts den jüdischen Friedhof in Schopfloch zu erforschen und insbesondere die dort noch vorhandenen Grabsteine zu inventarisieren. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der Grabsteinepigraphik. Wir bitten hierfür um Angebote.

 

 

I. Beschreibung der Maßnahme

 

Der Jüdische Friedhof liegt am nördlichen Ortsrand von Schopfloch, an der Straße nach Deuenbach. Er umfasst eine Fläche von 12980 m² und war der Verbandsfriedhof für die umliegenden jüdischen Landgemeinden in Franken und Württemberg. Hier sind Juden aus Schopfloch, Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Mönchsroth, Wittelshofen, Crailsheim, Goldbach, Unterdeufstetten, Braunsbach, Schwäbisch Hall und aus anderen Orten bestattet. Aktuell sind 1182 Grabsteine auf dem Friedhof zu finden. Der Friedhof wurde von ca. 1580 bis 1938 belegt.

In einer umfassenden wissenschaftlichen Datenbank sollen außer der fotografischen Dokumentation alle relevanten Informationen über die Grabsteine sowie über die bestatteten Personen erfasst werden: der Namen und die Herkunft des Verstorbenen, die hebräische Grabinschrift, deren deutsche Übersetzung, Kommentierung, deutsche Inschriften, die Maße des Grabsteins, die geologische Gesteinsart, formale Aspekte des Grabmals, Typus, Symbole, Steinmetzsignaturen/Steinmetzzeichen, aktueller Erhaltungszustand, erfolgte Restaurierungsmaßnahmen.

Ferner sollen Verwandtschaftsbezüge des Bestatteten aufgezeigt werden und genealogisch bedeutsame Informationen und Quellen aufgeführt werden (Archivalien, Auszüge aus Sterbelisten und Matrikeln, Forschungsliteratur). Soweit möglich sollen Kurzbiografien der Bestatteten eingefügt werden.

Einige Bestandteile dieses Projekts werden in ehrenamtlicher Arbeit geleistet, z.B. die kunsthistorische Beschreibung, Maße, Erhaltungszustand. Die fotografische Dokumentation (recto und verso) übernimmt der Fotoclub Feuchtwangen. Da über Juden in Westmittelfranken schon intensiv geforscht wurde, wird auch der biografische Teil durch Forscher vor Ort bearbeitet. Gerfrid Arnold (Stadtarchivar Dinkelsbühl) publizierte bereits über Juden in Dinkelsbühl, Pfarrer Gunter Reese forschte über Juden in Wittelshofen und Schopfloch. Auch der Nachlass von Angelika Brosig soll berücksichtigt werden.

Die Datenbank soll im Internet veröffentlicht werden. Abschließend ist eine Buchpublikation geplant. Herr Prof. DDr. Peter Kuhn (Judaistik), München, wird das Vorhaben wissenschaftlich betreuen.

 

 

II. Ihr Angebot:

II.1. Epigraphik der jüdischen Grabsteine im Friedhof Schopfloch

 

Die Grabsteine des Friedhofs wurden 2006 eingemessen (Büro Memvier, Bamberg) und mit einer fortlaufenden Nummerierung versehen. Die Zählung beginnt mit den jüngsten Grabsteinen im Westen des Friedhofs.

Eine Begehung des Friedhofs und Beurteilung der Grabsteine nach Lesbarkeit durch Prof. Kuhn im Juli 2017 zeigte, dass von den 1182 heute im Friedhof befindlichen Grabsteinen 213 bereits so zerstört sind, dass eine Inschrift nicht mehr gelesen werden kann, einige Steine haben ausschließlich deutsche Inschriften. Somit sind durch den Auftragnehmer 961 Grabsteine zu bearbeiten.

Das Angebot soll die Entzifferung der hebräischen Grabinschriften umfassen, außerdem die deutschen Übersetzungen sowie die Kommentierung (Zitate aus Traditionsliteratur).

Zu beachten ist, dass die als anspruchsvoll und die als schwierig zu entziffernden Grabsteine vor Ort bearbeitet werden müssen. Die Fotodokumentation wird hier als Arbeitsgrundlage in der Regel nicht ausreichend sein.

Die Finanzierung durch LEADER erfordert es, dass alle anfallenden Fahrtkosten, Übernachtungskosten und Spesen in Ihr Kostenangebot mit aufgenommen werden müssen. Eine gesonderte Abrechnung der Fahrtkosten ist nicht möglich.

Entsprechend der aktuellen LEADER-Förderperiode wird die Bearbeitungszeit auf drei Jahre begrenzt, nämlich von 2018 bis 2020.

 

 

II.2 Datenbank

Falls Sie über eine Datenbank verfügen, die die genannten Datenfelder enthalten, die internetfähig ist und die für das Projekt genutzt werden kann, bitten wir Sie auch hierfür um ein Kostenangebot. Dieses sollte auch langfristige Kosten enthalten (Betriebskosten, Datenpflege, Server). Wir bitten Sie um eine kurze Beschreibung dieser Datenbank.

Wenn Sie über keine Datenbank verfügen, werden wir eine entsprechende Datenbank zur Verfügung stellen.

Bitte senden Sie ein schriftliches Angebot wenn möglich bis zum 30.07.2018 an:

Bet Olam c/o Fränkisches Museum Feuchtwangen

Museumsstr. 19

91555 Feuchtwangen

 

 

Susanne Klemm M.A., Projektleitung

 

Anlagen:

- Plan Friedhof Schopfloch

 

Bei Rückfragen bitte kontaktieren: Susanne Klemm

Mail: susannklemm54@gmail.com

 Tel.: 09852-615224

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